Morgäääääähn, Eva, Morgäääähn Adam, heraus aus den Federn, hinein in Euer Geflügel Alltagsleben in den Wildgarten!

Luzi:

Nach der Impfung nicht gut gelaufen. Erkältet, liegt viel, steht erst seit 3 Tagen kurzzeitig wieder, aber frisst und trinkt gut versorgt in ihrem Stroh-Wäschekorb, der ihr als Quarantäne-Station im Heizungskeller dient. Leider allerdings seit Tagen nun keine weiteren Vorkommnisse, aber auch keine Besserung. Also alles unverändert leider. Sie liegt oder steht nur und guckt oder frisst. Ab und zu „spricht“ sie mal mit mir.

Mathilda:

Sie niest noch ordentlich und viel, ist aber wieder mitten unter allen anderen und der knallrote Fieber-Kamm ist mit der zum Schluss laufenden Wasserrotze, nun auch weg.

Sie hatte mit den Beinen ja keine Probleme nach der Pflichtimpfung, war aber nur noch erschöpft am Schlafen und war völlig fest verrotzt mit verklebenden Popeln an den Nasenlöchern und röhrendem, blubberndem Atemgeräusch.

Erst nach dem stündlichen Pipettieren täglich mit Atemfrei Kräuterelixier und Salbeitee mit Erkältungstee, sowie abends und morgens etwas Erkältungssalbe an die gereinigte Nase auf den Schnabel und auf das Brustgefieder, hatte ich sie am dritten Tag das erste Mal selbst wieder an Futter und Trinken interessiert vorgefunden.

Lotte:

Meine dunkle Warzenenten Dame liegt nun fest auf ihren Enteneiern und ihre Schwester, die perlgraue

Lilo, sucht

nach morgendlichem ausgiebigen Bad im Teich, den sie immer als erstes fröhlich erstürmt, jetzt langsam auch irgendwie nach einer besseren Behausung als nur die für sie sicher öden Hühner-Eierboxen zu durchsuchen und mit den Hühnern gemeinsam darin zu liegen und zu legen.

Die Geflügelgeflüster-Hortus-Geflügelhof Bande als Rest:

Von den Hühnern bekomme ich bis ca. 15.30 h täglich ca. 6 Eier nun im Durchschnitt schon, wobei die Amrocks zur Zeit zu den Dauerlegern wieder gehören. Die Anderen legen noch nicht, oder zumindest nicht täglich.

Heute ist es zwar noch arschkalt, aber die Luft und die ungewöhnliche Helligkeit und Windstille, trotz diesiger Wolkendecke, verspricht besseres Wetter.

Da der Garten aus ca. 5 cm tiefer Lehm-Ton-Matsche besteht an der jeder Stampflehm Maurer seine helle Backstein-Freude hätte, habe ich dort überall dicke, 2 Meter lange, viereckige hölzerne Zaunpfähle verteilt.

Die dicken Dinger nützen die Hühner wie erhofft nun als Sitz- und Laufstege ala Hochwasserstege am Markusplatz in Venedig, sehr hochnäsig stolzierend rege, wie sie auch auf gleichem Hoch-Parcours in ca. 1 Meter Höhe im Vogelnetz gesicherten Gehege am Stall auch sehr gern, vor allem abends diese Möglichkeit nun nützen.

Max:

Der Warzenentenerpel allerdings geht das gewaltig auf die Nerven.

Er versucht immer Bauarbeiter mäßig, die Bohlen herum zu wuchten, da ihm die Richtung anscheinend noch nicht passt.

Oder er will einfach nur spielen und damit vielleicht seinen beiden Liebsten, Lilo und Lotte, ein großes Angeber-Nest bereiten?

Die Claudia als Geflügel-Mutti:

Ich sage mir:

Wir werden es wohl nie herausfinden, was wirklich im Kopf unserer gefiederten Freunde und allen anderen Lebewesen als unsere Mitwesen so vor sich geht, wenn wir nicht endlich auch die Tiere besser verstehen, so wie sie uns trotz anderer Sprache wirklich gut verstehen und sich sogar teilweise freiwillig anpassen.

Zumindest die Hühner und Hunde reagieren verständnisvoll auf das Wort „ab“ und einer Armbewegung mit Handanweisung in die zu latschende Richtung zur Zeit stets promt.

Aber nur wenn es hinterher ein Leckerchen gibt… 🙂

Alles nur Berechnung, oder doch der größere Verstand?!

Nach diesen intensiven Krankenbehandlungen meiner beiden Hühner nach den Impfungen mit deren scheinbaren Vergiftungs-Nebenwirkungen hier im leider nicht gerade sehr Schadstoff armen Land, habe ich zumindest teilweise das Gefühl, die Tierchen haben mich in dieser Zeit in ihre Seele herein schauen lassen für einen Moment.

Sie schauen mich an, „erzählen“ bei viel Glück etwas. Warten mit dem Essen und Aufstehen auf mich, als wollten sie zeigen: „Schau mal, das hat Deine Pflege und Dein Training schon gebracht!“.

Es ist nun auch seit dieser gemeinsam durchstanden Krankenzeit möglich, morgens beim Aufsperren des sicheren Stalles, auch Mathilda nun erst an dem Kehlsack zu streicheln und am Bauch, so wie sonst das nur meine Handaufzuchten erlauben.

Je natürlicher und wilder meine Tiere mit Hilfe und Sicherheit von mir im Garten unter Sträuchern und Bäumen am Teich und im Gras leben können, um so mehr erkennen sie wohl, das ich es gut meine mit ihnen.

Und wären draußen nicht Straßen und Pestizide, gefährlicher Verkehr, Plastik, Drähte, Gefahren von und wegen Menschen, dann würde ich sie alle gänzlich frei hier leben lassen. Ich bin sicher, einige suchten dann weiter meine Nähe und ich ihre, so wie meine Hunde auch ohne Zwang stets an meiner Seite sein wollen, als Hundemami sicherlich respektiert. Auch die wilden Katzen der Feldscheune kommen seit Jahren nun immer vertrauensvoller hier zu mir und wissen, dass ich mit Futter unterstütze auf der Terrasse, wenn sie im Gegenzug mein Geflügel in Ruhe lassen und mir die Mäuschen von der Terrasse so fern halten.

Ein guter Deal wie ich meine.

So gefährlich die Welt da draußen aber für mein Geflügel, für die Pudelei und eben auch für die Wildkatzen, Greifvögel, Bienen, Hummeln und Schmetterlinge mit Amphibien und allem Gewürm eben ohne funktionierende Naturkreisläufe ist, so ist unsere kleine, aber wilde Hortus-Wildgarten Oase derart „verlotternd“ und „unbehandelt“ verwildert auch ein Schutz, den ich ihnen mit kleinem Zubrot, Stall, oder eben auch einmal Hilfe in der Not gern gewähre, wofür ich mir allerdings täglich ihre „Früchte“ als kleines Dankeschön von ihnen „ernte“.

Ob mit oder ohne Hahn: Dieses Geflügel-Eierei-Dankeschön erweisen sie mir täglich bis auf die natürliche Brutzeit und die einzuhaltende Erholungszeit in der Mauser, wo sie von mir wiederum mit pestizidfreien, möglichst natürlichen Leckereien gestärkt und verwöhnt werden.

Das, empfinde ich, ist das Mindeste, was ich ihnen an Dank auch selbst immer schulde für die Freude, die sie mir täglich mit ihnen integriert im Geflügel-Kreis als akzeptierte „Oberhenne“, beobachtend schenken.

C.

©️®️CWG, Breuna-Wettesingen, 23.01.2017

#gefluegelgefluester

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